Von der phantastischen, aktuelle Spielzeug- und Comic-Figuren einbeziehenden Schilderung eines Weihnachtsfests in unserer Zeit ausgehend, führt Gyula Harangozó in jene Traumwelt, die schon den Autoren des Balletts - Marius Petipa und Peter Iljitsch Tschaikowski - vorschwebte. Besonderes Kennzeichen der Fassung des Wiener Ballettdirektors, in die Motive des russischen Choreographen Wassili Wainonen eingearbeitet sind, ist die Stück tragende Mitwirkung von Elevinnen und Eleven der Ballettschule der Wiener Staatsoper. Auf klassischen Traditionen fußend, zielt Harangozós Sicht auf den "Nussknacker" nicht zuletzt darauf ab, auch bei ganz jungen Zuschauern Begeisterung für klassisches Ballett zu wecken.
John Cranko formte Puschkins Versroman "Eugen Onegin" zu einem der herausragenden Handlungsballette des 20. Jahrhunderts. Auf der Basis von Kompositionen Tschaikowskis entfaltet sich die erschütternde Darstellung des Dramas einer verschmähten Liebe.
Tanzende Geisterscharen, Untreue, rätselhafte Abstammungen, reuevolle Liebe - mit anderen Worten: eine wunderschöne Basis für ein fesselndes Ballettmärchen.
Choreographie und Inszenierung: Elena Tschernischova
Choreographie: Jean Coralli
Choreographie: Jules Perrot
Choreographie: Marius Petipa
Musik: Adolphe Adam
Einstudierung: Brigitte Stadler
Bühnenbild: Ingolf Bruun
Kostüme: Clarisse Praun-Maylunas