Ernst Krenek komponierte seine Lamentatio Jeremiae Prophetae 1941/42 im Exil in den USA. Sie spiegelt in ergreifender Vokalpolyphonie persönliche und historische Brüche des 20. Jahrhunderts: ein musikalisches Lamento über Verlust, Exil und Sehnsucht.
Sie konserviert Bilder von Menschen, die in einer endlosen Zeitschleife weiterleben. Jodlowski greift diese Idee auf und stellt die Frage, wie sehr Bilder heute unsere Beziehungen prägen. Emotionen, Nähe und sogar Zuneigung können durch reine Darstellung entstehen – selbst gegenüber fiktiven Wesen.
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In seinem Stabat Mater sind der Reichtum und die Vielfalt seiner Tonsprache zu hören. Zelenka diente am Hof in Dresden und war unter den Musikern sehr geachtet. Sein Statio quadruplex pro Processione Theophorica ZWV 158 entstand 1709 und ist eines seiner frühesten erhaltenen Werke.
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Mehrere Klangwelten werden miteinander verbunden, im Dialog zwischen Text – u.a. Fragmente aus Aslı Erdoğans Am Fuß einer Mauer bei Zechberger –, Klang und Raum. Als Basis: acht Stimmen, Viola da Gamba, Violoncello und Orgelpositiv.
The Present
Hanna Herfurtner, Olivia Stahn – Sopran
Amélie Saadia, Bernadette Beckermann – Alt
Tim Karweick, Pedro Matos – Tenor
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Mit ihrem Vater Jakob floh sie bis Seefeld und Innsbruck, wo die beiden mit gefälschten Identitäten arbeiteten, dann aber verraten und inhaftiert wurden. Jakob wurde 1944 im Lager Reichenau ermordet, Leokadia konnte im Januar 1945 aus dem durch Bomben teilweise zerstörten Polizeigefängnis ausbrechen. Sie überlebte Krieg und Holocaust und emigrierte später nach New York.
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Die Musik wirkt zugleich meditativ und hochenergetisch – ein faszinierendes Spiel aus Präzision, Bewegung und Zeit. Auch Gavin Bryars nutzt in seinem Perkussionsquintett One last bar then Joe can sing (1994) die Klangvielfalt des Schlagwerks.
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Erwachsenen bieten das Haus in dieser Spielzeit wieder die einzigartige Gelegenheit, bei einer Probe des KSO direkt neben einem/r Musiker*in zu sitzen, mitzuhören und zu beobachten.
In seiner nach einer Inselgruppe in der Ägäis benannten Suite eröffnet Giannis Konstantinidis eine überraschend kurzweilige Klangwelt.
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«Ein paar Entr’actes liegen da – was man so zusammen gewöhnlich eine Symphonie nennt», schrieb Johannes Brahms mit hintersinniger Ironie 1885 seinem Freund, dem Dirigenten Hans von Bülow, aus der Sommerfrische in Mürzzuschlag.
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Lidia Baich, Violine
Christoph Stradner, Violoncello
Maximilian Kromer, Klavier
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