Heinz Strunk hat das zwölf Jahre lang durchgemacht als Saxophonspieler. Darüber hat er ein Erinnerungsbuch geschrieben aus dem Schattenreich der Tanzmusik. "Es geht darum, dass Tanzmusiker mit den angenehmen Seiten des Rock'n'Roll nichts zu tun haben", stellt Autor Strunk klar. "Und es geht auch nicht um Karriere, nicht um visionäre künstlerische Ideen, es geht im allgemeinen gar nicht um Kunst. Es geht noch nicht einmal besonders viel um Musik, sondern die meisten Tanzmusiker sind sogar eher unmusikalisch, interessieren sich auch nicht für Musik. Musik ist rein Mittel zum Zweck, um Geld zu verdienen. Es ist ein Dienstleistungsgewerbe." Als wäre das nicht alles schon schlimm genug: Heinz Strunk wuchs auf in Harburg, in dem Hamburger Stadtteil der an dem falschen, dem südlichen Ufer der Elbe liegt. Während andere Städte einen Dom oder eine Burg als Wahrzeichen haben, hat Harburg die Phoenix-Gummiwerke. Die einzige Rettung aus diesem norddeutschen Dilemma: "Humor ist für mich eigentlich die adäquateste und beste Möglichkeit mit meiner persönlichen Tragik umzugehen und das ich mir das Leben selber ein wenig erträglicher gestalte", meint Strunk. "Ich habe auch wiederum die Erfahrung gemacht, dass Leute, denen eher Glück in die Wiege gelegt worden ist und die schon morgens beim Duschen pfeifen, das die im Schnitt Humor eher gar nicht benötigen." Humor für die Seele und Fleisch für den Bauch. Heinz Strunk weiss, was einsame Männer in der Provinz trösten kann: "Obst ist ein Nahrungsmittel für Bewohner subtropischer und tropischer Regionen; Gemüse dient in erster Linie der farbenfrohen Auflockerung des mit verschiedenen Fleischsorten bestückten Tellergerichts. Deshalb mit Obst und Gemüse sparsam umgehen, weil es sonst schnell zu einer unerwünschten Vorsättigung kommt! Der Mensch ist kein Beilagenesser. Fleisch ist mein Gemüse!" (Auszug aus dem Buch.)
Heinz Strunk: "Ich glaube, dass ich schonungslos mit mir selber umgehe und das meine Arbeiten von einer enormen Ehrlichkeit und damit auch von einer Tiefe geprägt sind. Und auch in dem Buch, glaube ich, das der doch schonungslose Umgang mit meiner sexuellen Frustration der damaligen Jahre nicht jedermanns Sache gewesen wäre." Abends Rumtata auf Bällen ohne jegliche sexuelle Höhepunkte. Und tagsüber gefangen in einem Wohngebiet in Harburg - geprägt von Enge, Stagnation und einer Mitbewohnerin: seiner depressiven Mutter. Das Leben könnte schöner sein! Vor allem wenn dann auch noch die Frauenwelt keinerlei Interesse an einem zeigt. Heinz Strunk liest: "Weiber waren leider totale Fehlanzeige, denn Tanzmucker bewegten sich mit ihrem Sozialprestige ungefähr auf dem Niveau von Aushilfskellnern. Man wurde nicht als Musiker wahrgenommen, sondern als ganz armes Würstchen, das auf der Bühne herumhampeln muss, damit es finanziell irgendwie reicht. Hinzu kam, dass keiner von uns auch nur im Entferntesten attraktiv war. Linkische Käuze, die aus groben Gesichtern in Unendliche starrten, picklige Harlekine im Clownsgewand, uncool und ohne einen Hauch von Charme."
Einlass ist um 20:00 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit, also gegen 21:45 Uhr.
In einem alten Haus muss die Tür zu einer Wohnung aufgebrochen werden, aus der Schreie dringen. Routine, scheinbar, bis die „Gerettete“ sich in den Hals eines Polizisten verbeißt und Leute vom Gesundheitsamt das Haus mit Plastikplanen verhängen, um niemanden mehr heraus zu lassen. Es handle sich um eine Infektion, heißt es. Und, man arbeite an einer Lösung. Im Gegensatz zu den Eingeschlossenen weiß jeder, der auch nur ein wenig mit den Regeln des Genres vertraut ist, sofort, was das bedeutet und genauso kommt es dann auch. [REC] von Jaume Balagueró und Paco Plaza ist ein so außerordentlich effizienter Horrorfilm, weil er seine einfache Geschichte gradlinig und aufrichtig erzählt, ohne Spiegeltricks und ohne doppelten Boden. Nichts an diesem Film ist wirklich neu. Schon gar nicht der Kunstgriff, den Ort der Kamera an den Ort der Handlung zu verlegen, um auf diese Weise das Publikum der klaustrophobischen Erfahrung und emotionalen Hysterie der Protagonisten zu unterwerfen. In THE BLAIR WITCH PROJECT wurde dieses narrative Verfahren seinerzeit erfinderisch und mit großem Erfolg eingesetzt, in CLOVERFIELD wirkte es vor kurzem eher lächerlich, George A. Romero nutzte es hingegen gewinnbringend im aktuellen Kapitel seiner Zombie-Saga, DIARY OF THE DEAD. Balagueró und Plaza dient es, um den dem Zombie-Film immanenten Voyeurismus, die (Schau-)Lust am Wühlen in den Eingeweiden, durch das Postulat der journalistischen Ethik zu decken: Die Kamera muss draufgehalten werden, Zeugnis muss abgelegt werden nicht zuletzt, weil man im Fall des Überlebens beabsichtigt, die Behörden zu verklagen. Wie viele ernstzunehmende Horrorfilme bietet auch dieser die Möglichkeit, die Ereignisse in einem politischen Kontext zu interpretieren. Denn noch vor der konkreten beginnt der im Haus eingeschlossene gesellschaftliche Mikrokosmos mit der abstrakten Selbstzerfleischung; die eine Randgruppe macht die andere für das Verhängnis verantwortlich. Währenddessen gerät in Vergessenheit, dass sie allesamt in Sekundenbruchteilen ihre Bürgerrechte verloren haben und fortan als Kollateralschäden gelten.
Einlass ist um 20:00 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit, also gegen 21:45 Uhr.
Einige seiner Mädchen sind verschwunden, so dass ihm nur noch die kranke allein erziehende Mutter Mi-jin bleibt, die Geld heranschaffen kann. Die Handynummer des Freiers kommt ihm aber seltsam bekannt vor. Haben sich nicht auch die anderen Nutten mit diesem Kunden getroffen? Der Ex-Cop vermutet eine Verschwörung. Hat der Freier die Mädchen etwa verkauft? Doch die Suche entwickelt sich plötzlich zu einem Wettlauf auf Leben und Tod. Denn der Kunde ist ein psychopathischer Killer, und Mi-jin immer noch bei ihm...
Einlass ist um 20:00 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit, also gegen 21:45 Uhr.
Das Vorhaben des ebenso entschlossenen wie schweigsamen Mannes scheint sich allerdings nicht in legalen Bahnen zu bewegen. Manchmal hat es zudem den Anschein, als ob er selbst nicht genau wüsste, was er in dem fremden Land zu tun hat. Auf den verschiedenen Stationen seiner Reise durch Spanien trifft er auf einige mysteriöse Gestalten, die rätselhafte Botschaften für ihn bereithalten. Ist ihnen zu trauen? Während die Geschehnisse sich immer weiter verwirren und die Zusammenhänge immer unklarer werden, wächst auch das unheimliche Gefühl der Bedrohung mehr und mehr an. Wer oder was steckt hinter dem ganzen? Eine große internationale Verschwörung?
Einlass ist um 20:00 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit, also gegen 21:45 Uhr.
In eiskalt-romantischen Bildern erfindet der Film mit seiner symbolträchtigen Geschichte eines jungen Außenseiters, der sich mit dem Nachbarsmädchen anfreundet, das Vampir-Genre neu. Optisch großartig und voller Sensibilität inszeniertes Grusical einer neuen Generation.
Einlass ist um 20:00 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit, also gegen 21:45 Uhr.
"Nina! Hilf mir! Schnell!" Das ist das erste Mal, dass Nina wieder Monas Stimme hört - und ihre Freundin hat Angst. Todesangst. Mit einem Schlag wird Nina wieder von der Vergangenheit eingeholt, obwohl sie eigentlich alles und alle, die sie an die schrecklichen Ereignisse in jenem Sommer erinnern, hinter sich lassen wollte. Drei von Ninas besten Freunden waren damals einer psychopathischen Mörderin zum Opfer gefallen, und auch Mona und sie selbst nur knapp mit dem Leben davon gekommen. Nina wollte nichts als vergessen, möglichst schnell ein neues Leben beginnen, war von Ebensee nach Wien gezogen. Und jetzt, anderthalb Jahre später, plötzlich dieser nächtliche Anruf. Am nächsten Tag erscheint es Nina wie ein böser Traum. Doch als sie sich überwindet und versucht Mona zu kontaktieren, scheint diese verschwunden. Ihre Handynummer existiert nicht mehr, die Tankstelle in Ebensee ist aufgelassen.
Alle Spuren führen nach Tirol, in Monas Geburtsort, und schlussendlich hin zu einem einsam gelegenen Gasthof in den Bergen...
„Nach dem Lesen vernichten“, so müsste eigentlich die Anweisung für die Lektüre der Memoiren des suspendierten CIA-Agenten Ozzie Cox lauten. Doch daran denken die Fitnesstrainerin und ihr dümmlicher Kollege (Brad Pitt) natürlich nicht im Traum, als sie eine CD mit dem brisanten Manuskript in der Umkleidekabine ihres Clubs finden. Die beiden wittern das ganz große Geschäft mit den geheimen Staatsaffären.
In Marseille schlägt Julies Herz mit derselben sehnsüchtigen Intensität, wenn sie an ihren Rashid denkt, wie jenes des japanischen Mannes, wenn seine Augen endlich wieder seine Angebetete erblicken, die in einer Suppenküche in Tokyo arbeitet. Liebe kann ein Strohfeuer sein, wie die zum Star einer Telenovela in Rio. Oder eine beständige, starke Flamme, die einem Paar in Belgrad die Kraft gibt um seine Existenz zu kämpfen. Da ist der schwarze Taxifahrer in Brooklyn, dessen verlangenden Gedanken an eine schöne Frau ihn in den emotionalen Abgrund eifersüchtiger Liebe führen. Oder der seriöse ältere Gentleman in Luxemburg, der es endlich, endlich schafft, seine wahren Gefühle für einen jungen Mann zuzeigen. Liebe passiert. Liebe findet statt. Seltsame Liebe. Wahre Liebe. Verrückte Liebe. Verzweifelte Liebe. Überall. In jedem Moment.
Der komplette Soundtrack zu dem Film wurde von NAKED LUNCH komponiert, er wird an diesem Abend auch begleitend zum Film live auf der Open Air Bühne dargeboten wird!
Einlass ist um 20:00 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit, also gegen 21:45 Uhr.
Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari von einem immer wiederkehrenden Alptraum, in dem er von 26 dämonischen Hunden gejagt wird. Jede Nacht, immer genau 26 Bestien. Die beiden Männer kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon Krieg bestehen muss. Ari ist überrascht, denn er hat jegliche Erinnerung an diese Zeit verloren. Verstört macht er sich auf, Freunde und Kameraden von damals zu besuchen. Er muss die Wahrheit über jene Zeit und über sich selbst herausfinden. Je tiefer Ari in seine Vergangenheit eindringt, desto klarer werden seine Gedanken und die verdrängten Erlebnisse erscheinen in surrealen Bildern...
Einlass ist um 20:00 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit, also gegen 21:45 Uhr.
Kleine Fische erzählt die Geschichte der grundverschiedenen Brüder Martin und Kurt, die sich beim Begräbnis des Vaters nach langer Zeit wieder sehen. Zögerlicher Nesthocker der eine, rebellischer Ausreißer der andere, reiben sie sich im Streit um den kleinen Fischladen im Familienbesitz aneinander. Martin will das Geschäft zu einem modernen, ökologisch bedachten Unternehmen umformen, engagiert sich in der Globalisierungskritik - nicht zuletzt, um damit der Studentin Karin zu imponieren. Sein Bruder Kurt findet an den Weltverbesserungsideen wenig Interesse, umso mehr aber an Karin. So ist die Beziehung der Brüder anfangs von Misstrauen und Enttäuschung geprägt, bis sie allmählich merken, dass sie so verschieden nicht sind und einander durchaus ergänzen. Doch als sie endlich die komplizierten Familienkonflikte hinter sich lassen und glauben, ein gemeinsames Ziel gefunden zu haben, ist es zu spät. Jeder von ihnen muss sich erst von der Altlast des väterlichen Erbes befreien, um einen selbst bestimmten Neuanfang antreten zu können.
Einlass ist um 20:00 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit, also gegen 21:45 Uhr.