Das seit 1990 bestehende Freilichtmuseum - ursprünglich eine private Sammlung - ist in drei Bereiche gegliedert. Im ersten geht es um die Grundlagen der Existenzsicherung. Wovon haben die Menschen gelebt? Was haben sie angebaut und wie? Wie haben sie geerntet? Und welche Produkte haben sie für sich behalten? Dementsprechend ist der gleich anschließende zweite Teil der Bevorratung für den Eigenbedarf gewidmet. Hinter einem kleinen Teich liegt der dritte und vielleicht ansprechendste Bereich des Museums. Da steht ein richtiges, gleichsam idealtypisches Dorf im ehemaligen Weingarten der Familie Haubenwallner mit Schule, Gasthaus, Greißlerei, Kino, Gemeindeamt, Post, Feuerwehr, Milchhaus und Schrotmühle, mit den Werkstätten der eingesessenen Handwerker und mit dem bescheidenen Wohnhaus des dörflichen Viehhalters.
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1. April bis 31. Oktober:Die Geschichte der Menschheit ist ein ständiges Auf und Ab von Kriegen und Friedensschlüssen. Das Europäische Museum für Frieden will in diese Geschichte von Krieg und Frieden, Kriegsursachen und Friedensbedingungen, von Gewaltvermeidung und Friedensgestaltung einführen, wofür die Burg Schlaining und die Europäische Friedensuniversität den idealen Rahmen bilden.
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Palmsonntag bis 31. Oktober:Im Sommer 1919 fanden sich ehemalige Angehörige des Dragonerregimentes Nr.4 und gründeten den Bund ehemaligen 4er Dragoner, um die Kameradschaft und die Tradition des Regimentes aufrecht zu erhalten. Sie versuchten schon damals ein Museum über das Regiment einzurichten. Im Jahre 1956 nutzten sie die Gunst der Stunde und errichteten auch damals schon mit Unterstützung der Stadt Wels ein Museum. Aus vielerlei Gründen verschwand dieses Stück Geschichte. Dank einer glücklichen Fügung war es dem Verein gegönnt, im Sommer 1998, mit Unterstützung des Landes Oberösterreich, der Stadt Wels und dem Stadtmarketing, nach 80 Jahren wieder in die Dragonerkaserne zurückzukehren, um dort ein Museum über die Geschichte des Regimentes und des Bundes der ehemaligen 4er Dragoner sowie Ulanen einzurichten.
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Samstag und Sonntag:Für Druckereibetriebe wurden spätestens durch die Umstellung vom Blei- auf den Fotosatz und vom Buch- auf den Offsetdruck alte Druckmaschinen wertlos und meist ausrangiert. Die Computerisierung hat zudem die völlige Veränderung des Berufszweiges der schwarzen Kunst weg von der Handwerkskunst vergangener Jahrhunderte gebracht. Aus der Aufarbeitung der Druckgeschichte für Berufschüler entstand 1982 ein kleines Druckmuseum. Hier findet man ein Setzregal von 1864, dessen Setzkästen mit Bleilettern verschiedener Schriftgrade versehen sind, die händisch zusammengefügt werden müssen. Eine noch händisch bedienbare Radschneidemaschine für Papier und Karton, Tiegeldruckpressen, Holztypen, Satzschiffe, Prägestempel, druckfertige Lithographiesteine, Vierfarbenauszüge und die zahlreichen Druckmuster verschiedenster Schriftarten ergänzen die stetig wachsende Schausammlung.
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September bis Juni:Viele Originalstücke aus Amerika vermitteln einen Hauch vom Leben der Cowboys, wie es früher wirklich war. Zu sehen sind zahlreiche Cowboy-Exponate wie Hüte, Sättel, Waffen, Fahnen u. v. m. Aber auch ein Rancherzimmer, ein Sheriff-Büro und ein Spielerzimmer wurden hier eingerichtet. Der Saloon lädt zu einem kühlen Getränk. Auf Wunsch werden Planwagen-Fahrten in die Prärie angeboten, und es wird auch nach alten Cowboy-Rezepten gekocht.
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April bis Juni:Das Welser Kaiserpanorama gehört zu den wenigen noch original erhaltenen stereoskopischen Rundpanoramen der Welt - in Österreich ist es das einzige! Kolorierte Stereofotografien auf Glas, die einen dreidimensionalen Seheindruck erzeugen, illusionieren den Betrachter in nahe und ferne Weltgegenden.
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MittwochDa der Arlerhof als vollständiges Hofareal in seinem ursprünglichen Bauzustand mit Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude, Troadkasten, Wurzgarten und Bienenhaus erworben werden konnte, darf er zu Recht als Musterhof bezeichnet werden. Seit der Museumseröffnung 1982 wurde das gesamte Inventar, das für einen Bauernhof der Gegend nötig war, zusammengetragen. Dem Besucher kann so ein Blick in die bescheidenen Wohn- und Lebensbedingungen am Hof eines Lammertaler Bauern in vorindustrieller Zeit geboten werden.
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Anfang Mai bis Ende Oktober:Der Denkmalhof Gererhof in Annaberg wurde im Jahre 1982 gegründet. Besonders hervorzuheben ist, dass er in seiner Bausubstanz während seines ganzen Bestehens im Grunde nicht verändert wurde, sodass die originalen Gewölbe im Erdgeschoss und die Rauchkuchl unverändert erhalten geblieben sind. Speziell die Rauchkuchl ist ein seltenes Dokument der Wohnkultur vergangener Jahrhunderte. Im Gererhof sind insgesamt mehr als 900 Exponate ausgestellt und geben Zeugnis vom Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof im Lammertal. Besonders zu erwähnen ist die Flachsverarbeitung "Vom Flachs zum Leinen".
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Mitte Mai bis Ende September:Auf der Burg Mauterndorf im Lungau wird Geschichte auf ganz besondere Art präsentiert. Nach internationalem Vorbild wird hier eine Zeitreise ins Mittelalter inszeniert. Lebens- und stilecht werden hier jene Personen, die Ende des 15. Jh. die Burg bewohnten, dargestellt.
Die Bayernherzöge aus dem Hause der Agilolfinger erbauten zum Schutz des Traunüberganges die Welser Burg, deren Entstehungszeit ungeklärt ist. Die im Süd-Ost-Winkel der ummauerten mittelalterlichen Stadt liegende Burg wird erstmals in Verbindung mit der Siedlung Wels 776 als "castrum uueles" urkundlich erwähnt.
Heute ist die Burg nach deren gründlicher Renovierung ein kulturelles Zentrum. In ihren Mauern sind die stadtgeschichtlichen Sammlungen, das Landwirtschaftsmuseum, das Gebäckmuseum und das Museum der Heimatvertriebenen untergebracht.