Große Melodien, prunkvolle Massenszenen, ein exotischer Handlungsort – das sind die Zutaten, die Giuseppe Verdis Spätwerk Aida seit über 150 Jahren zu einer der faszinierendsten Schöpfungen der Opernliteratur machen. Doch der szenische und musikalische Bombast bildet den Hintergrund für ein einfühlsames Plädoyer, das – in den Worten Dmitri Schostakowitschs – »die Unterdrücker entlarvt und Mitleid mit den Opfern wachruft«.