„Die Fragen, die ihn beschäftigten, waren immer die gleichen. Es war, als sei in seinem Kopf die eine, die allerwichtigste Schraube, die, an der sein ganzes Leben hing, überdreht worden. Diese Schraube ging nicht tiefer hinein. Sie ging aber auch nicht mehr heraus, sondern drehte sich, ins Leere greifend, immer in der gleichen Windung herum, und dennoch konnte er nicht aufhören, sie immer wieder und wieder zu drehen.
Was ist schlecht? Was ist gut? Was muss man lieben und was muss man hassen? Wozu lebt man eigentlich und was bin ich überhaupt? Was ist das Leben und was ist der Tod? Und was ist es eigentlich für eine Kraft, die alles regiert? Und auf keine dieser Fragen fand er eine Antwort außer einer einzigen: Wenn du stirbst, wirst du entweder alles erfahren, oder du wirst nicht mehr die Möglichkeit haben, zu fragen.“
Aus: „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi
ÖFFENTLICHE PROBE: Szenen aus Tolstois "Krieg und Frieden" nach Roland Schimmelpfennig.
Regie: Matthias Hartmann
Ausstattung: Johannes Schütz
Musik: Karsten Riedel, Wolfgang Schlögl
Video: Hamid Reza Tavakoli, Moritz Grewenig
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Amely Joana Haag
mit
Elisabeth Augustin
Stefanie Dvorak
Sabine Haupt
Yohanna Schwertfeger
Mareike Sedl
und
Sven Dolinski
Roland Kenda
Ignaz Kirchner
Peter Knaack
Fabian Krüger
Oliver Masucci
Udo Samel
Moritz Vierboom
Philotas ist gefangen: In fanatischem Übereifer hat sich der junge Prinz auf dem Schlachtfeld zu weit vorgewagt und ist dem feindlichen König Aridäus in die Hände gefallen.
Marianne, eine junge Frau aus Wien, wurde von ihrem Vater, Inhaber einer Puppenklinik, dem wohlhabenden Fleischhauer Oskar versprochen. Kurz vor der offiziellen Verlobung verliebt sie sich jedoch in Alfred, den Spieler. Auf der Verlobungsfeier im Wienerwald kommt es zum Eklat und der Vater verstößt seine Tochter.
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In einem ungarischen Schloss im kriegserschütterten Europa der 1940er Jahre erwartet Henrik, ein General der k.u.k Armee im Ruhestand, die Ankunft Konrads.
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Ich hatte dramatische Krankheiten, doch keine raffte mich hinweg, keine löschte mich aus. Ich hustete wie Kafka und wartete auf den Blutsturz. Ich untersuchte meinen Körper nach den Knoten einer nietzscheanischen Geschlechtskrankheit, ich soff wie Hemingway, ich rauchte eine nach der anderen und hoffte, wie Puccini an Kehlkopfkrebs zu sterben.
Ich wollte wie Büchner vom Typhus hinweggeraft werden, ich wollte gebissen werden wie Ferdinand Raimund, oder zumindest wie Alban Berg an einem Insektenstich zugrunde gehen. (…) Ich beschloß, mich selbst zu töten.
Wie zwei Schiffbrüchige ergreifen sie als moderne Don Quichotes slapstickhaft jeden Strohhalm, der sich zur vermeintlichen Rettung aus ihrer Situation bietet.
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Oliver Welter, Bandleader von Naked Lunch (2007 ›Amadeus-Award – FM4 Alternative Act des Jahres‹), gibt der Produktion mit der Komposition der Bühnenmusik einen wesentlichen Akzent.
Regie: Alexander Kubelka
Bühne und Kostüme: Thomas Wörgötter
Titelrolle: Heinz Weixelbraun
Liliom ist Türsteher im Café Rennbahn der Frau Muskat - und ein Strizzi, roh, brutal, aber charmant. Alle Frauen liegen ihm zu Füßen. Auch die kleine Julie verliebt sich in ihn, sehr zum Missfallen der eifersüchtigen Muskat. Ein Streit eskaliert und endet mit der Entlassung Lilioms. Auch Julie verliert ihre Stelle.
Im braven Familienleben angekommen, findet sich Liliom nicht zurecht. Er liebt Julie und dennoch - er ist unfähig, seine Gefühle zu zeigen, und schlägt sie. Als sie schwanger wird, verschärft sich die Situation, denn er braucht dringend Geld. Ein Freund überredet ihn zu einem Raubüberfall. Das Verbrechen scheitert jedoch kläglich, sein Komplize entkommt, Liliom wird gestellt und bringt sich um, ehe er verhaftet werden kann.
Im Jenseits erhält Liliom eine zweite Chance, etwas Gutes für Julie und das gemeinsame Kind zu tun. Für einen Tag darf er zurück auf die Erde ...
Liliom wurde 1909 in Budapest wenig erfolgreich uraufgeführt. Erst in der Bearbeitung und Übersetzung von Alfred Polgar, der das Stück aus dem Budapester Stadtwäldchen in den Wiener Prater transferierte, begann 1913 dessen weltweiter Siegeszug. Liliom wurde mehrfach verfilmt (u.a. von Fritz Lang 1934) und diente Rodgers und Hammerstein als Vorlage für das Musical Carousel.
„Jeder hat schon einmal eine Schießbude im Stadtwäldchen gesehen. Erinnern Sie sich daran, wie kindisch, wie komisch alle Figuren darauf dargestellt sind? Der Jäger, der Trommler mit dem dicken Bauch, der Knödelschlucker, der Kavallerist. Arme, schlechte Schildermaler malen diese Figuren so, wie sie sich das Leben vorstellen. Ich wollte das Stück auch in solcher Weise schreiben. Mit den Gedankengängen eines armen Schaukelgesellen im Stadtwäldchen, mit seiner Fantasie und seiner Ungehobeltheit." (Franz Molnár)
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Koproduktion Ariadne-Theater und KosmosTheater
Bearbeitung von Evelyn Fuchs
Regie: Evelyn Fuchs
Szenographie/Kostüme: Andreas Hutter
Sound: Wolfgang Reisinger
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Uraufführung | Eigenproduktion
Idee/Konzept/Regie: Susanne Draxler
Buch: Michaela Riedl-Schlosser
Komposition/Songtexte: Herbert Tampier
Ausstattung: Sam Madwar
Lichtdesign: Albert Haderer
Musik: Barbara Ruppnig, Herbert Tampier
Mit: Claudia Kottal, Heidelinde Pfaffenbichler, Linde Prelog, Susanne Rader
Was passiert, wenn Marlene Dietrich, Zarah Leander, Paula Wessely und Leni Riefenstahl als Engel in einer Wohngemeinschaft, sprich Himmel, miteinander leben müssen? Na ja, sie putzen, kochen, streiten und singen – Lieder über den Heldinnentod, die großen Gefühle der Deutschen und über Marlenes blütenweiße Weste. Und Leni filmt natürlich.
Mit einem Wort, sie arbeiten fieberhaft an ihrem Comeback. Der Ruf nach ihnen könnte ja jederzeit wieder laut werden. Doch eine große Angst begleitet ihr Unterfangen: Hoffentlich werden keine Fragen gestellt.
Denn eines haben die vier trotz ihrer Einzigartigkeit gemeinsam: Sie reden niemals über Politik...
Leserkommentare
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