Es gibt jene, die ihr Handwerk bis an die äußerste Grenze der Perfektion vollenden. Und dann gibt es jene, die es wagen, diese Grenzen sogar zu verschieben. Einer dieser Wenigen ist Cameron Carpenter. In seiner Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs ›Goldberg-Variationen‹, einem der populärsten und komplexesten Werke für Tasteninstrumente überhaupt, dekonstruiert, intensiviert, transzendiert er das scheinbar Bekannte, fliegt virtuos zwischen den Manualen und tanzt leichtfüßig auf dem Pedal: