Ausgangspunkt ist das berühmte Lachrimæ-Motiv aus seinem Lied Flow, my tears: eine absteigende melodische Figur, musikalisches Sinnbild des Klagens und Weinens. Dowland entfaltet über sie eine geschlossene Studie menschlicher Trauer, die weit über bloße Variationen eines musikalischen Themas hinausgeht. Er zeigt sieben unterschiedliche seelische Zustände: von würdevoll, zurückhaltend (Lachrimæ Antiquæ/alte Tränen), dicht, expressiv (Lachrimæ Antiquæ Novæ/neue alte Tränen) über klagend, abwärtsgerichtet (Lachrimæ Gementes/ seufzende Tränen), besonders düster, resigniert (Lachrimæ Tristes/traurige Tränen), innerlich gespannt (Lachrimæ Coactæ/erzwungene Tränen) bis hin zu warm (Lachrimæ Amantis/Tränen des Liebenden) und schlussendlich ruhig, abgeklärt, fast transzendent (Lachrimæ Veræ/wahre Tränen). Mit Hopkinson Smith sind sie in einer Bearbeitung für Laute solo zu hören. Dowlands Musik, die kunstvolle Polyphonie mit einer eindringlichen, melancholischen Schönheit verbindet, wird mit Texten aus dem 20. und 21. Jahrhundert in unsere Zeit übersetzt.
Eleonore Bürcher – Lesung
Hopkinson Smith – Laute
Programm:
DOWLAND Lachrimæ
| April 2026 | ||||||||
| Sa. 4. April 2026 19:30 Uhr |
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