Bachs frühe Kantate „Nach dir, Herr, verlanget mich“ BWV 150 sowie die Motette „Jesu, meine Freude“ BWV 227 zeigen eindrucksvoll, wie sehr theologischer Gehalt und musikalische Form in seinem Werk miteinander verschränkt sind. Auch die selten zu hörende Missa in g-Moll BWV 235, eine der sogenannten lutherischen Messen, verbindet lateinische Messtexte mit protestantischer Kirchenmusiktradition und steht damit exemplarisch für Bachs integrativen Umgang mit liturgischen Formen.
Thomas Daniel Schlee (1957–2025), der einige Werke für die Cappella Nova Graz komponierte, studierte u. a. Orgel bei Michael Radulescu in Wien und Komposition bei Olivier Messiaen in Paris, aber auch Musikwissenschaft und Kunstgeschichte. Die Orgel, für die er ein umfangreiches Oeuvre hinterließ, war sein Instrument. 1997 schrieb er: „Mit meiner Musik suche ich die Spuren von Schönheit und Ausdruckstiefe, die aus den Tonkonstellationen hervorleuchten. Das ist nicht neu, aber eine stets wunderbare Herausforderung.“ Und der Musikwissenschaftler Christian Heindl meinte: „Schlee begnügt sich nicht mit dem Absoluten der Musik, sondern gibt auch dem Glauben und seinem christlichen Lebensbild einen zentralen Stellenwert.“ Das verbindet ihn mit dem Werk von Johann Sebastian Bach.
Der langjährige ehemalige Domkapellmeister und Spezialist für Barockmusik Otto Kargl kehrt damit nach St. Pölten zurück und ehrt das Festival zum 20-jährigen Jubiläum mit seinem Ensemble Cappella Nova Graz.
Kammerchor: Cappella Nova Graz Vocale e Strumentale
Vokal-Solist:innen:
Katharina Wegscheider – Sopran
Anna Kargl – Alt
Matúš Šimko – Tenor
Stefan Zenkl – Bass
Orgel: Ludwig Lusser
Leitung: Otto Kargl
Werke u. a. von: Johann Sebastian Bach (u.a. Missa in g-Moll) und Thomas Daniel Schlee
| Juni 2026 | ||||||||
| Sa. 13. Juni 2026 20:00 Uhr |
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