Christoph Schlingensief (1960–2010) war ein Künstler, der die Grenzen zwischen Kunst, Theater, Film und Politik sprengte – ein radikaler Humanist, der die Zumutungen der Gegenwart in seiner komplexen künstlerischen Praxis verhandelte. Seine Produktionen forderten das Publikum zu einer aktiven Haltung heraus – zwischen Irritation und Erkenntnis, Überforderung und Reflexion.