Diana selbst ist nämlich dem jungen Endimione verfallen, was wiederum der Hirtengott Pan eifersüchtig beobachtet. Jupiters Frau Juno beendet schließlich das Treiben um Begehren und Verführung und verwandelt die schuldlose Geliebte ihres Mannes in eine wilde Bärin. In Francesco Cavallis Oper La Calisto prallen Götter, Nymphen und Fabelwesen aufeinander. Alle stehen im Bann von Liebe und Begehren, von Macht und Gewalt und führen auf tragikomische Weise menschliche Leidenschaften vor. Das 1651 in Venedig uraufgeführte Werk stellt sowohl die der gesellschaftlichen Ordnung zugrundeliegenden Moralvorstellungen infrage, als auch die damit verbundenen Geschlechterrollen. Bedeutet Calistos Verwandlung in das Sternbild des Großen Bären am Ende der Oper einen Bruch mit der göttlichen Ordnung oder eine Unterwerfung? Intendant Stefan Herheim wird gemeinsam mit der Lautenistin und Dirigentin Christina Pluhar, einer der führenden Interpretinnen der Musik des 17. Jahrhunderts, diese frühe Barockoper als kosmisches Zaubertheater auf die Bühne bringen.
Dramma per musica in drei Akten und einem Prolog
Libretto von Giovanni Faustini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn
Koproduktion mit Staatsoper Unter den Linden Berlin
Freie Platzwahl bei der Einführungsmatinee
| September 2026 | ||||||||
| So. 6. Sept. 2026 11:00 Uhr |
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