Alf Poier: Ich habe mir vor kurzem in der Nähe von Wien ein altes Gutshaus gekauft. Dieses Haus hat auch einen Namen: Es ist die „Botschaft für Bewusstsein, Scheißdreck und Kunst“. Der vom Schicksal dazu auserkorene Botschafter bin ich selber. In einer Zeit, in der der digitale Konsumwahnsinn regiert und alles durchschaubar und kontrollierbar geworden ist, erkannte ich es als meine Bestimmung, einen Platz zu schaffen, der allen berechenbaren Strukturen widerspricht und dessen Gesetze nicht einmal ich selber kenne. Meine Botschaft ist aber auch eine spirituelle Botschaft im postspirituellen Sinn. Ich war sogar extrig in Indien, um dort die Erleuchtung los zu werden.
Leider ohne Erfolg.
Satsang bezeichnet in der indischen Philosophie und in den daraus abgeleiteten spirituellen Lehren ein Zusammensein von Menschen, die durch gemeinsames Hören, Reden, Nachdenken und Versenkung in die Lehre nach der höchsten Einsicht streben.
Ein Erfolgsprogramm hat bei Sedivy eigene Gesetze: das Stück ist rund und ein Spiel dauert oft länger als 90 Minuten. Nachdem Musik wie erwartet für den verdienten Ausgleich gesorgt hat, fällt nun die Entscheidung in der Nachspielzeit. Teamchef Sedivy kann auf seine bewährten Stars zurückgreifen, und sie zeigen, dass sie sogar noch mehr drauf haben als das bisher so erfolgreiche Spielsystem. Das lässt die Fans jubeln!
Groebner macht sich auf die Suche nach der Frage aller Fragen:
"Wieso ist eigentlich alles so, wie alles so ist - eigentlich?"
Einen Abend lang macht er sich in aller Öffentlichkeit Gedanken. Durchstöbert sein Gehirn nach anwendbaren Antworten und.... findet sich plötzlich mitten in einer Geschichte wieder: depressive Superhelden treffen auf Guerilla-Gärtner, TV-Formate ohne Gewissen stranden in U-Bahn-Tunnels ohne Strom, sanfte Lyrik-Homepages werden hochgradig agressiv und ein ganz normaler kleiner Rucksack hat den Auftritt seines Lebens (sofern man bei Rucksäcken von Leben sprechen kann). Dazu gibt es Lieder mit Musik, ein Happy End unter Umständen, und natürlich jede Menge Gin.... äh...Sinn, natürlich.
Franz Joseph - der jüngere der Gebrüder Moped - ist eines der potentiellen Opfer der GAGA. Er flieht in die Wohnung seines Bruders Martin, die aufgrund eines integrierten High-Tech-Systems "GAGA-sicher" zu sein scheint...
Seit über 20 Jahren steht der Münchner Wortpoet und Multikünstler Willy Astor nun schon auf den deutschsprachigen Kabarettbühnen und Theaterhäusern von Wien, Basel, Berlin bis hoch zum Deich. Nach seinem erfolgreichen "Wortstudio" - Programm macht er sich auf seinem neuen Programm nun auf die Suche nach dem "Reimgold".
Er nimmt die Zuhörer dabei mit auf eine humoristisch-musikalische Reise von "München ist M" bis "Hamburch" über das geliebte und gelobte Ruhrgebiet und als "Bonnbonn" muss man sich den rheinischen Frohsinn in seiner Hommage an die Kölner Lebensart einfach "Jönne könne"!
Was unterwegs entdeckt wird sind nicht nur herrlich verspielte Verdrehungen, Pointen, die wirklich hia zynthen, wie bei seiner Ode an den Frühling "Die Blumingenieur".
Auch musikalische Goldadern haben´s in sich wie die mit ironischen Zitaten gespickte Russennummer "Lass dich über Russian" oder einfach schöne Songs wie "Nobody Hinders You".
Willy Astor spielt und schürft sich musikalisch durch unterschiedlichstes Gelände von Hiphop über Salsa bis Country und Blues, ohne dabei an Charme zu verlieren.
Wie er dabei Mozart und Rap unter seinen Will-Helm bekommt, ist wirklich hörenswert.
Wunderbar melancholisch hingegen "I mog heit no ned hoam", die Abschlussballade in seiner Heimatsprache.
Weit mehr als ein Kabarettist. Sondern ein Unikat, dessen Humor und Können eine Wohltat darstellt in der derzeit eher öden deutschen Comedy-Landschaft.
So geht‘s dahin, in der Globalisierung. Auf der einen Seite importieren wir italienische Anzüge, amerikanische Computer und schweizer Markenuhren aus China. Auf der anderen Seite wird natürlich auch von Österreich nach China exportiert. Der Gschwandtner Sigi zum Beispiel. Der war dort jetzt lang für seine Firma drunten. Super verdient soll er haben, heißt‘s. Und erlebt sicher auch allerhand. Das wär schon interessant, was der so zu erzählen hat. So vom Billiglohn und der Umwelt und ob die wirklich Hund essen dort. Weil, das ist ja schon eine ganz eine andere Welt, wahrscheinlich.
Wie viel Medizin verträgt ein durchschnittlich trainierter Körper? Fragen Sie einfach Ihren Arzt und Kabarettisten. Nach dem Motto "Eingriff ist die beste Verteidigung" wurde in früheren Zeiten den Patienten nur wenig Mitbestimmung zuteil. Mittlerweile versucht man sich eines modernen Weges der Behandlung zu besinnen: Der "Patientenflüsterer" ist heute der bessere Arzt.
Die zwei - nicht genetisch verwandten - Medizinbrüder Peter und Teutscher beschäftigen sich nach dem 10-Jahres-Special "Doktors Best", nun mit jenen Themen, die Mediziner nur unter vorgehaltenem Mundschutz besprechen.
Schließlich kommen der Kommunikationswissenschafter Mag. Norbert Peter und sein Leibarzt Dr. Ronny Teutscher nicht umhin, sich in ihrem aktuellen Kabarettprogramm den unerfreulicheren Dingen zu widmen.
Über die Nebenwirkung redet man nicht gerne. Sie ist der Klimawandel durch die vermehrte Mobilität der Menschen und auch die vermehrte Mobilität der Menschen durch den Klimawandel. Oder sie ist einfach die Flatulenz beim Anheben der massiven Ikea-Tischplatte Serdigg. Die Nebenwirkung ist das Mindeste, was man an Erfolg erwarten kann. Selbst wenn sich die Wirkung nicht einstellt.
Dabei ist aber nicht immer alles schlecht, was nicht beabsichtigt ist. Im Sinne der positiven Formulierungen und Anti-Raunzer-Kampagnen sollte man dazu stehen:
"Ja! Nebenwirkungen sind sexy".
Immerhin: Nebenwirkungen sind die kleinen Extras, die man gratis (!) dazubekommt.
In Zukunft wird man viele Wege der Heilung beschreiten... Dabei geht es nicht nur darum, mit den Wölfen zu heilen, sondern neue Konzepte für eine Medizin der Zukunft zu entwickeln. Schließlich haben nicht alle Patienten das große Rezeptlos gezogen und kränkeln trotz beeindruckender Therapie vor sich hin. Auch hier gilt: "Keine Sorge, Kopf hoch, Mund auf!"
Ob sich der Archetyp der Patientinnen Frau Amalie Kratochwill, 81, im medizinischen System des neuen Jahrtausends zurechtfinden kann, hängt wohl davon ab, ob es auch in Zukunft ihre "weißen Pulverl" geben wird und wann für Kassenpatienten die "Hüfte im Selbstbausatz" kommt. Vor allem aber davon, wie geneigt die Mediziner sind, ihr dieses neue System zu erklären,
Dabei sollte es sich doch schon herumgesprochen haben: Patienten sind anders, Ärzte auch.
Eine Sprechstunde mit Peter und Teutscher, mit Arztrezepten zum Nachkochen.
Ich habe mir vor kurzem in der Nähe von Wien ein altes Gutshaus gekauft. Dieses Haus hat auch einen Namen. Es ist die "Botschaft für Bewusstsein, Scheißdreck und Kunst". Der vom Schicksal dazu auserkorene Botschafter bin ich selber. In einer Zeit wo der digitale Konsumwahnsinn regiert und alles durchschaubar und kontrollierbar geworden ist, erkannte ich es als meine Bestimmung einen Platz zu schaffen der allen berechenbaren Strukturen widerspricht, und dessen Gesetze nicht einmal ich selber kenne. Meine Botschaft ist aber auch eine spirituelle Botschaft im postspirituellen Sinn. Ich war sogar extrig in Indien, um dort die Erleuchtung los zu werden. - Leider ohne Erfolg. "Satsang" ist das Ende meiner geistigen Entwicklung, die es nie gegeben hat. Meine Mutter hat zu mir des Öfteren gesagt: "je älter desto blöder." Seither freue ich mich aufs alt werden. - Kommen Sie und sehen mein Erbe an eine Welt die sich mir immer mehr entfremdet. (Alf Poier)
Im neuen Programm WIRTSHAUS erzählt er Geschichten aus einem steirischen Dorfgasthaus, nahe der slowenischen Grenze. Ein Dorf von dem wohl niemand je gehört hätte, wenn dort nicht ein von seiner Umgebung völlig unbeachteter Mann mit akribischer Genauigkeit über die Ereignisse Buch geführt hätte.
In jenen Tagen aber war es heiß, die Lebensmittel waren rar, der Ölpreis hoch und Sex knapp.
Fürchtet Euch nicht!
Der Himmel wird sich öffnen und Jesus Mike Superstar in die Wellen springen und das Meer teilen. Der Wahnsinnige vom Kernölberg bricht den Fisch und es gibt Running-Sushi für immerdar im Paradies der 1000 Leberkäse.
Freuet Euch und stimmt ein in den Jubelchor:
"Mike in der Höhe und Witze den Menschen auf Erden!"