Allerdings ist alles Fake. Die Syrer in seinen Internetfilmchen: ein paar verkleidete Afghanen aus dem Asylheim. Der Seelenverkäufer auf dem Mittelmeer: ein abgewrackter Ruderkahn auf einem heimischen See. Der Geschosslärm im Hintergrund: einfach aus dem Internet heruntergeladen. Aber 18.000 Follower bei Twitter: „Das trendet wie Sau“. Larsen ist seine eigene Marke geworden.
Die Schrecken des Krieges, Machtmissbrauch, weibliche Solidarität und den Versuch, althergebrachte Strukturen aufzubrechen. Das Stück nimmt die ZuschauerInnen mit auf eine Achterbahnfahrt, die trotz aller Widerstände niemals menschliche Wärme und Humor missen lässt.
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In „Gespräche mit Astronauten“ sind es vor allem junge (und nicht mehr ganz so junge) Mütter, die im tagtäglichen Spagat zwischen Karriere, Kindererziehung und Beziehungsmanagement den Kontakt zur Bodenstation verloren haben und ruhelos im Orbit multipler Rollenzuweisungen kreisen.
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Inmitten des hitzigen Getümmels treffen sich zwei alte, einander fremd gewordene Freunde wieder: Requiem, der sich mit korrupten Geschäften über Wasser hält, und Lucien, der idealistische Schriftsteller. Lucien, der kein Minenarbeiter werden wollte, wählte einen intellektuellen Beruf, welcher von den schuftenden Arbeiter*innen nicht ernst genommen wird.
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Die ehemalige französische Kolonie Obervolta wurde 1984 in Burkina Faso umbenannt: „Land der aufrechten Menschen“. Namensgeber war der charismatische Unabhängigkeitskämpfer und Präsident Thomas Sankara, der „Che Guevara Afrikas“. Sankara wurde drei Jahre später ermordet, seine Leiche ist bis heute verschollen.
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Die schöne, leidenschaftliche, stolze Schottin Maria Stuart ist als Kronprätendentin in England unter Verstoß gegen jegliches Völkerrecht unter Hausarrest gestellt. Maria fühlt sich zwar nicht unschuldig, hat aber in 19 Jahren Haft jeden Machtanspruch aufgegeben, zu demütiger Frömmigkeit gefunden und die Schuld ihrer Meinung nach abgesessen.
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Frank Wedekinds zweiteilige „Lulu“-Tragödie, die die Dramen „Der Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ verbindet, und an der er von 1892 bis 1913 arbeitete, bietet eine dunkel-schillernde Spiegelfläche für diesen ernüchternden Sachverhalt. „Lulu“ zeigt wie ein Kaleidoskop in jeder Begegnung zwischen den Geschlechtern die Facetten des Machtverhältnisses zwischen Frau und Mann.
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Sie wurde 1905 als Alissa Sinowjewna Rosenbaum in Russland geboren und 1926 mit ihrer Familie von den Kommunisten in die USA vertrieben. Eindringliches Zeugnis ihrer später als „Objektivismus“ bezeichneten, radikalkapitalistischen Lehre ist ihr 1943 erschienener, heftig diskutierter und inzwischen weitgehend vergriffener Roman „Der ewige Quell“ („The Fountainhead“).
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Den Werteverfall und die moralischen Verwerfungen, die sich in seinem Umfeld einnisten wie Wasser im Mauerwerk, nimmt er nicht wahr. Er nimmt überhaupt nichts wahr. Selbst von seiner Frau Mathilde sind ihm die Füße mehr in Erinnerung, als das Gesicht. Aber er ist ein guter Mensch. Er ist ein treuer und fürsorglicher Ehemann und Vater. So leben sie miteinander ein geordnetes Nebeneinander.
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Marie Jahoda hat als Autorin der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ weltweit Bekanntheit erreicht und sich auch im Exil mit Fragen rund um das Thema Arbeit beschäftigt. Ihre Lebenserinnerungen und wichtigen Erkenntnisse rückt portraittheater ins Zentrum des neuen Theaterstücks „Arbeit, lebensnah – Käthe Leichter und Marie Jahoda“.
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