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MAGISCHE ORTE

Sieben Weltwunder kannte die Antike – mehr als 900 Welterbestätten zählt heute die UNESCO: Meisterwerke der Baukunst des Menschen und gewaltige Monumente der Natur. Magische Orte zeigt zum ersten Mal die Wunder der Natur und Kultur in einer einzigen Ausstellung als gleicher­maßen bedeutende Schöpfungen unseres Planeten. Spektakuläre Fotografien, erstaunliche erdgeschichtliche Fundstücke und beeindruckende Kunstwerke führen uns durch Wüsten und Gebirge, durch Urwälder und verwunschene Gärten, in Tempel und Paläste. Diese magischen Orte sind Kultstätten der Natur- und Menschheitsentwicklung, voller Geschichten, Mythen und Sagen. In ihrer Schönheit verkörpern sie die gewaltigen schöpferischen Kräfte unserer Welt. Mehr als 350 000 Besucher haben sich allein im ersten halben Jahr seit der Eröffnung der Ausstellung im Frühjahr 2011 dorthin auf den Weg gemacht, wo die Geschichte unserer Erde lebendig wird.

Zu sehen sind rund 180 großformatige Bilder aus den Archiven international renommierter Natur- und Architekturfotografen. Hinzu kommen naturgeschichtliche Objekte, Leihgaben bedeutender naturwissenschaftlicher Museen und Sammlungen sowie Kopien von Meisterwerken der Kunstgeschichte, die von der tradi­tionsreichen Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin für diese Ausstellung geschaffen wurden. Kulturgeschichtlich geht die Reise von ältesten Kultreliquien vorbei an den sieben Weltwundern der Antike, prachtvollen Kathedralen und Tempeln des Mittelalters bis in die Jetztzeit. In den himmelstürmenden Wolkenkratzern der Gegenwart spiegelt sich die enorme Schöpfungskraft des Menschen – die aber auch, daran erinnern unter anderem zwei Exponate aus Hiroshima, zu seiner eigenen existenziellen Bedrohung werden kann.

Passend dazu schuf Wolfgang Volz, Künstler, Fotograf und Wegbegleiter von Christo und Jeanne-Claude, zusammen mit dem Lichtgestalter Herbert Cybulska und dem Komponisten Sebastian Studnitzky die 43 Meter hohe Skulptur Regenwaldbaum. Die monumentale Skulptur verwandelt den 100 Meter hohen Innenraum des Gaso­meters Oberhausen in eine „Kathedrale der Natur“. In ihr steht dieser „Baum des Lebens“ symbolisch für die Schönheit und Fruchtbarkeit, aber auch für die Verletzbarkeit des ewigen Kreislaufs der Natur. „Die Ausstellung führt uns die Vielfalt des Lebens so schön und kostbar vor Augen, dass jeder begreift: Wir müssen all unsere Kräfte dafür einsetzen, dass dieser Reichtum niemals vergeht“, so die Kuratoren Peter Pachnicke und Wolfgang Volz.

Magische Orte, eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH in Zusam­menarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission und TUI Deutschland, präsentiert außergewöhnliche Schauplätze der Erdgeschichte an einem Ort, der selbst monumentale Dimensionen hat. Der Gasometer Oberhausen, 117 Meter hoch, ­gehört als beeindruckendes Dokument
der Bau- und Industriegeschichte zu den Wahrzeichen des Ruhrgebiets. Große Ausstellungen sind hier seit 1994 erfolgreicher Bestandteil der Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen. Das Raumerlebnis im Inneren ist einzigartig, und vom Dach, zu erreichen über den gläsernen Panoramaaufzug, bietet sich ein faszinierender Blick über die gesamte Region.

bis 21. Oktober 2012

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