Freud und Neurodiversität
Was hätte Sigmund Freud vom heutigen Konzept der Neurodiversität gehalten? Wo hätte er sich in den damit verbundenen diagnostischen Debatten eingeordnet? Wie hätte sich Freud, der langjährige Erfahrung in der Kinderneurologie hatte, der Frage des Autismus bzw. des autistischen Spektrums genähert?
Mit dem Schweizer Psychiater Eugen Bleuler tauschte Freud sich über den Autismus-Begriff aus. Ausgehend davon beleuchten die Veranstalter dessen Entwicklung in den Vereinigten Staaten, die nach Bleulers USA-Besuch im Jahr 1913 einsetzte und betrachten, inwiefern Freuds Ideen Eingang in die frühe Autismus-Forschung fanden.
Wie wurden Freuds Vorstellungen von Abwehr und Konflikt abgewandelt, und wie wirkte sich das auf die psychoanalytische Technik aus? Ist Freuds Theorie der „Reizbarriere” hilfreich, um Erfahrungen wie Hyper- und Hypoarousal zu verstehen? Und ist die Triebtheorie als veraltetes Konstrukt zu betrachten oder als nach wie vor nützlich, um über Autismus und die damit verbundenen sensorischen Schwierigkeiten nachzudenken?
Vortrag auf Englisch
Begrüßung: Monika Pessler, Sigmund Freud Museum
Einleitung: Spyros D. Orfanos, New York University
Bibliothek der Psychoanalyse im Sigmund Freud Museum.
Anmeldung erforderlich: Für die Teilnahme vor Ort registrieren Sie sich bitte.
| Mai 2026 | ||||||||
| Mi. 6. Mai 2026 19:00 Uhr |
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