Jedes Land kennt sie, die romantischen Helden, deren eigentlich verbrecherisches, amoralisches Handeln geadelt wird durch die Umstände, aus denen sie ausbrechen, und die Erinnerung an die guten Werke, die sie dabei (auch) getan haben. Thomas Arzt hat dem „Meidlinger Einbrecherkönig“ ein an den Stücken von Brecht geschultes Denkmal gesetzt, das in der Form einer Moritat daherkommt. Seine „Verbrecherballade“ erinnert an die „Dreigroschenoper“, an „Lulu“, an „Cabaret“, an jene großen Stücke, die die gefährlichen Jahrzehnte um die vorletzte Jahrhundertwende in all ihrer Zerrissenheit schildern und eine bemerkenswerte Brücke zum Hier und Jetzt schlagen.