Louise Farrenc wagte sich in Paris ebenfalls auf ein Terrain, das eigentlich den Männern vorbehalten war und verschrieb sich zeitlebens ganz ihrer Berufung als Komponistin, Lehrerin und Wissenschaftlerin. Ohne sich von den damaligen Konventionen beirren zu lassen, widmeten sich beide sogar der orchestralen Königsdisziplin der Sinfonie, entwickelten ihre individuelle Klangsprache und hinterließen ein umfangreiches Werk. Das gefeierte Originalklangorchester Le Cercle de l’Harmonie bringt unter der Leitung seines Dirigenten Jérémie Rhorer im Großen Saal des Brucknerhauses Linz zwei Stücke dieser zu Unrecht fast vergessenen Frauen zum Klingen: Farrencs virtuose Ouvertüre Nr. 1 e-moll und Mayers dramatische Sinfonie Nr. 7 f-moll.
Programm
Auszüge aus:
Louise Farrenc (1804–1875)
Ouvertüre Nr. 1 e-moll, op. 23 (1834)
Emilie Mayer (1812–1883)
Sinfonie Nr. 7 f-moll (1855–56)
Besetzung
Le Cercle de l’Harmonie
Jérémie Rhorer | Dirigent