Erst im April 2010 begeisterte der Italiener das Neuburger Publikum mit seinen hauchzarten, lyrisch-impressionistischen Soundgirlanden im Duo mit Landsmann Enrico Pieranunzi. Unvergessen sind auch seine beiden Gastspiele 2008 und 2007, in deren Verlauf sich der virtuose Tausendsassa als instrumentales Kraftwerk mit unbegrenztem Reservoir entpuppte. Nun kehrt Giuliani in einen seiner erklärten Lieblingsclubs zurück – mit neuer Besetzung, neuer CD und einem der ganz Großen der amerikanischen Jazzszene. Joe LaBarbera gilt immerhin als Instanz am Drumset, seit er dem letzten Trio des großen Pianisten Bill Evans angehörte. Nicht nur Woody Herman, Phil Woods, Art Farmer, Jim Hall, Gary Burton, Art Pepper, John Scofield, Bob Brookmeyer, Tony Bennett (zwölf Jahre lang!), Randy Brecker und Kenny Wheeler schätzten sein subtiles, klanglich fein abgestimmtes Schlagzeugspiel. Im Verein mit Bassist Darryl Hall, Pianist Roberto Tarenzi und Giuliani bereitet er den rhythmischen Boden für eine reizvolle Rezeptur aus mediterraner Leichtigkeit und köchelndem Postbop. Etwas, von dem man eigentlich nie genug bekommen kann.
Rosario Giuliani (as, ss), Joe LaBarbera (dr), Roberto Tarenzi (p), Darryl Hall (b)
Aktuelle CD:
Lennie’s Pennies – Dreyfus FDM 36952/Soulfood