Südbahnhotel Semmering

Region: Niederösterreich
Genre: Festivals/Open Airs
Adresse: Nr. 1, A-2680 Semmering
Telefon: +43 2664 20025
Fax: +43 (2664) 20029
Internet: festspiele-reichenau.com
E-Mail:
Geodaten: 47.647, 15.8253

Das Südbahnhotel ist ein seit 1881 bestehendes ehemaliges Grand Hotel an der Südbahn auf dem Semmering.
Nachdem in den 1870er Jahren die Südbahngesellschaft ihre Arbeit an der Bahn abgeschlossen hatte, wandte sie sich der Errichtung von Bauten entlang der von der Bahn erschlossenen Gebieten zu. Der Ort Semmering war durch die Pionierleistung der Semmeringbahn, einem Teilabschnitt der Südbahnstrecke, von Wien aus leicht zu erreichen, und sollte nun zum Ferien- und Luftkurort ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang wurde hier auf genau 1000 m Seehöhe das erste einer Reihe von Eisenbahnhotels der Südbahn errichtet. Der Stil der Hotels der Südbahngesellschaft folgte anfangs einem einheitlichen Schema, sie wurden von Eisenbahningenieuren geplant. Dadurch wirken diese Bauwerke, deren stilistisches Hauptmerkmal die Sichtziegelfassade ist, äußerlich sehr nüchtern und zeigen kaum dekoratives Beiwerk. Dieses nüchterne Erscheinungsbild der Hotels änderte sich erst, als selbstständige, staatlich befugte Architekten beauftragt wurden. Dadurch wurden die Bauwerke vom neuen Stil des Späthistorismus geprägt, der auch bei einem großen Zubau für das Südbahnhotel am Semmering (1901-1903) zu Tragen kam.

Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 begann eine Zeit des Niedergangs. Nach dem Versuch, nach Kriegsende den Betrieb wieder aufzunehmen, geriet die Leitung in Folge der Veränderungen des Tourismusverhaltens in Schwierigkeiten. Die Menschen suchten nicht mehr nach Idylle des Semmerings, um sich zu erholen. Der Nahtourismus war uninteressant geworden, nach den Entbehrungen des Krieges wollte man in die Ferne reisen. Italien und seine nördlichen Küsten wurden zu Anziehungspunkten, die dank des einsetzenden Individualverkehrs schnell und leicht zu erreichen waren. In den Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war das Ende der großen Hotels besiegelt. Dem Semmering war paradoxer Weise seine Nähe zur Hauptstadt zum Verhängnis geworden.
Der Betrieb wurde in dieser Zeit nach und nach stillgelegt, weil er unrentabel wurde. Ende der sechziger Jahre übernahm der österreichische Liegenschaftsentwickler Siegfried Alexander Petritz das Südbahnhotel Semmering mit allen dazu gehörenden Liegenschaften. Nachdem man das erste Hotelgebäude 1974 in eine Eigentumswohnungsanlage umgewandelt hatte, ist heute fast nichts mehr von der Originaleinrichtung des Semmeringhotels von 1882 erhalten. Nur die Fassade, der ornamentale Mosaikboden im Vestibül und die in der axialen Gebäudemitte liegende Holztreppe mit dem floralen Gusseisengeländer und dem hölzernen Handlauf sind weitestgehend unverfälscht erhalten und gehen auf die Entstehungszeit von 1882 zurück. Im Rahmen dieser Aufteilung wurde auch die 1901 entstandene Dependence „Waldhof“, dem damaligen Zeitgeist entsprechend, in ein Appartementhaus umgewandelt.
Nach und nach wurden auch der Golfplatz mit der Meierei, die Dependance neben dem Kurhaus, der Grund der ehemaligen Garage und die alte Wäscherei abgetrennt. Das Haupthaus und der Restaurationstrakt von 1912/13 stehen, nach einer Teilsanierung Anfang der Neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts durch den deutschen Besitzer, die vor allem die Dachlandschaft und Teile der Haustechnik betraf, leer. Einzig die Festspiele von Reichenau an der Rax beleben das Gebäude, das nun mit seinen vergleichsweise wenigen im Haupttrakt verbliebenen Zimmern und vielen Sälen tatsächlich eher einem Theaterbau als einem Hotel gleicht, hin und wieder im Sommer.
Im Sommer 2006 sollte das Südbahnhotel an eine liechtensteinische Investorengruppe verkauft werden.Diese versprach Investitionen und eine Wiedereröffnung des Hotels. Bisher ergaben sich jedoch auch aus diesen Verkaufsplänen keine erkennbaren Perspektiven oder Maßnahmen. Ein, noch aus der Zeit des letzten Revitalisierungsversuches stehen gebliebener, schrottreifer Turmdrehkran wurde jedoch demontiert und nach Rumänien verkauft.

Der Theaterbetrieb der Festspiele Reichenau an der Rax wird bis auf unbestimmte Zeit weiter geführt.

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