Die Einladungen werden von der diskreten Hausmagd Hortense zugestellt, die gerissen einen dritten, identischen Brief an Angèles Schwester Henriette schreibt. Wenn nur Tante Palmira nichts von den Streichen ihrer Nichten erfährt! Aber Moment mal – wo ist eigentlich Onkel Theophil …?
Als Richard Heuberger 1898 seine erste Operette Der Opernball uraufführt, ist er bereits 47 Jahre alt, will die Gattung aber unbedingt erneuern: graziös statt ordinär, mehr Musikdrama und weniger Schlager soll sie sein. In die duftige Musik seiner Konversationsoperette baut der alte Wagnerianer selbstverständlich Leitmotive ein: So zieht sich der verhängnisvolle „rosa Domino“ als indiskreter roter Faden durch die ganze Partitur. In der verflixten siebten Inszenierung von Heubergers Klassiker an der Volksoper Wien belässt Regisseur Moritz Franz Beichl den Opernball im Paris der Belle Époque und macht sich auf die Suche nach dem Riss in der Tapete des perfekten bürgerlichen Ehelebens.
Operette von Richard Heuberger
Libretto von Victor Léon und Heinrich von Waldberg
Neufassung von Moritz Franz Beichl und Andreas Kouba
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
| Dezember 2026 | ||||||||
| Do. 3. Dez. 2026 11:00 Uhr |
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