Unsicherheit ist eine grundlegende menschliche und auch alltägliche Erfahrung. Sie bezeichnet im Grunde das Nicht-Wissen über zukünftige Ereignisse, die positiv oder negativ ausfallen können. Aus dem Gefühl der Unsicherheit entwickelten Menschen immer schon Konzepte und Praktiken von Sicherheit, der Vorbeugung und Vorsorge. Die Sammlung an Votivgaben und anderen „Glaubens“-Objekten im Volkskundemuseum bezeugt dies nicht nur für frühere Zeiten. Mit der Aufklärung schwanden die Gefahren und kam die Risikoabschätzung, mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung deren Kalkulierbarkeit.
Die neue Ausstellung im Rahmen von Welten, Wandel, Perspektiven beschäftigt sich mit dem Thema Unsicherheit – früher und heute. Ausgangspunkt ist dabei das Verständnis von Unsicherheit als Basis menschlichen Lebens bei gleichzeitiger Absage an die Vorstellung, vollständige Sicherheit erlangen zu können.