Foto Joachim Meyerhoff


Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

20. Feb. bis 17. Mai 2010
Mit seiner Reihe „Alle Toten fliegen hoch“ begeisterte Joachim Meyerhoff Publikum und Kritik gleichermaßen. Die ersten drei Teile wurden zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen und als eine der „bemerkenswertesten Inszenierungen“ der vergangenen Spielzeit ausgezeichnet.

Die Grundsituation der Abende ist so einfach wie bestechend: Joachim Meyerhoff erzählt aus seinem Leben, erzählt unsentimental und mit viel Humor von seiner Kindheit als Sohn eines Psychiatriedirektors, von seinem Austauschjahr in den USA, von seiner Familie, von prägenden Begegnungen und immer wieder auch von Abschieden und Verlusten. Im sechsten und letzten Teil der Reihe findet die Erzählung ihren Ausgangspunkt – die Bühne. Joachim Meyerhoff widmet sich seinen Anfängerjahren als Schauspieler und schildert die verzweifelte Suche nach einer eigenen „wahrhaftigen“ Spielweise.

„Ich habe nie zu den Schauspielern gehört, die auf der Bühne weinen können. Schon auf der Schauspielschule hat uns diese Fähigkeit knallhart in zwei Klassen eingeteilt: in die schauspielerische Oberschicht, den Adel, wenn nicht sogar den hochtalentierten, heulenden Hochadel, die, denen echte Tränen übers Gesicht rinnen, und in die Anderen: das Fußvolk, das theatralische Proletariat, die untalentierte Unterschicht: die sich die Hände vors Gesicht schlägt und vom Publikum abgewandt mit staubtrockenen Augen Schluchzen spielt.“

Details zur Spielstätte:
Dr. Karl Lueger-Ring 2, A-1010 Wien

Veranstaltungsvorschau: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke - Vestibül

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