Ihr Schwanken zwischen Aufrichtigkeit und Lüge, zwischen Stolz und Demut, zwischen Selbstbehauptung und Masochismus, hat das Leben und die Arbeit dieses Weltstars geprägt.
Ein berührendes Portrait aus ihren Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Telefonaten, Interviews: Romy Schneider: verletzlich und aufbegehrend, naiv und intellektuell, und bis ins Mark lebens- und liebeshungrig. Ein Theaterabend und zugleich ein Stück deutscher Geschichte, zum Lachen, zum Weinen – und spannend wie auch Romy Schneiders Leben selbst.
"Er starrt in die Zeitung, sie steht daneben und spricht - aber nicht mit ihm. Es sind Szenen einer leergewordenen, verstummten Ehe, in die eine Stubenfliege einwirkt und die Stille zwischen dem Ehepaar bricht. Danach dreht sich alles nur noch um dieses Insekt und es bringt, ausgerechnet, den Mut zur Veränderung. Er wird vor die Tür gesetzt, während sie, die sich nach Liebe und Beachtung sehnt, sich aufopfernd dieser neuen „Freundin“ widmet. Er, ebenso verloren im Nebeneinanderher, findet erst im Schock des Abschieds zu längst fälligen Worten und Aufmerksamkeiten. Eine rührend bizarre Geschichte über Trennung, inszeniert vom „Feinmechaniker des Theaters“ Arturas Valudskis."
Es spielen: Alexander Mitterer, Klaudia Reichenbacher
Nadia, Dozentin für Politologie an der Eliteuniversität Yale, reist mit Philip, ihrem Freund, der in Amerika eine glänzende Karriere als Physiotherapeut gemacht hat und drei Kliniken besitzt, nach England, um seine Eltern kennen zu lernen. Philips Verhältnis zu seinem Vater Oliver ist gespannt, hat er doch genauso unter dessen unzähligen Affären gelitten wie seine Mutter.
Oliver und Nadia prallen aufeinander, als hätten sie lange aufeinander gewartet. Sie reden über Politik, Krieg, Einsamkeit und Liebe. Er provoziert sie mit ihrem Engagement für Demokratie und ihrer Forderung nach westlicher Intervention in Krisengebieten; sie wirft ihm Gleichgültigkeit und seinen bequemen Zynismus vor. Es entwickelt sich eine gefährliche Anziehungskraft zwischen diesen gegensätzlichen Charakteren. Nach anspielungsreichem Geplänkel geben beide am Ende mehr von sich preis, als sie vorhatten.
Wer kennt sie nicht, die seit vielen Jahren, genauer, seit Jahrzehnten regelmäßig in einer der weit verbreitesten Tageszeitungen erscheinde humoristische Kolumne.
Ein Theaterabend an der Schnittstelle zwischen Kabarett und Theater. Scheinbar alltägliche Fälle nehmen im Verlauf der fiktiven Verhandlungen eine unerwartete absurde Wendung und beweisen so, dass oft nicht so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Heiterkeit ist hier geradezu programmiert.
Das 1942 verfasste humorvolle Stück wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und handelt von der Zeitlosigkeit des menschlichen Lebens. Unermüdlich und unerschütterlich fangen wir immer wieder von vorne an, auch wenn uns Schicksalsschläge und selbstverschuldete Katastrophen treffen. Wir dürfen gespannt sein ...
Torbergs Roman von 1929 hat für alle folgenden Generationen nichts an Wirkung verloren. Felix Mitterer hat den Roman sensibel bearbeitet und beschreibt wie Gerber aufgrund mangelnder Leistungen in Mathematik, dem offenen Konflikt mit dem neuen Klassenvorstand "Gott" Kupfer, der Sorge um den todkranken Vater und der ersten unglücklichen Liebe in Verwirrung, Verzweiflung und Zerrissenheit getrieben wird.
Veranstaltung für Schulen (Oberstufe).
Am 24. April 1994 wurde der erste Farbige zum Präsidenten der Republik Südafrika gewählt – Nelson Mandela. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis war ihm das Wunder gelungen, die mörderische Tyrannei der Rassentrennung ohne Blutvergießen abzuschaffen. Das Leben dieses Mannes, der als Adoptivsohn eines Xhosa-Häuptlings zur überragenden Figur der Anti-Apartheid–Bewegung werden sollte, trägt alle Züge einer Heiligenlegende. Andererseits verbirgt das öffentliche Bild des scheinbar so abgeklärten, allseits freundlich lächelnden, weisen Greises Mandela die enormen inneren Spannungen und Zerreißproben, denen dieser Mensch Zeit seines Lebens ausgesetzt war.
Alles soll perfekt sein! Das junge Paar Justin und Julie-Ann hat seine Schwiegereltern in spe zum Essen eingeladen, um seine Verlobung bekannt zu geben. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, da steht plötzlich eine tropfnasse und nur spärlich bekleidete junge Frau vor Justin. Auf der Flucht vor ihrem Aufpasser, dem Ex-Boxer Mickey, hat sich die Erotiktänzerin Paige aus ihrer Wohnung über den Balkon zu dem jungen Paar gerettet. Von nun an klingelt es ohne Unterlass an der Tür – die Gäste kommen: Julie-Anns erzkonservative Eltern, Justins bereits alkoholisierte Mutter und natürlich lässt auch Mickey nicht lange auf sich warten ...
Drei Menschen, zwei kleine Tischchen, fünf Sessel, ein großer Teppich, ein Klavier, ein Akkordeon und Shakespeares Verse – mehr braucht der große Theatermagier Peter Brook nicht, um eine neue Welt zu eröffnen. Kleine Gesten, Blicke, beiläufig, wenig Bewegung, Poesie gelesen oder frei gesprochen, Shakespeares Sonette, reduziert auf reine Sprache, beginnen zu leben.
Um 1600 hat William Shakespeare 154 Sonette geschrieben. Um während der Pestepidemie in London zwischen 1606 und 1610, als alle Theater geschlossen waren, Geld zu verdienen, überarbeitete und veröffentlichte er sie. Peter Brook hat 27 dieser Sonette ausgewählt.
„Mit dieser erstaunlichen Sammlung erlaubt uns Shakespeare einen Blick in das, was er in seinen Dramen so sorgfältig verbirgt – in sein geheimnisvolles Leben. Diese Sonette sind seine intimen Tagebücher. Wir finden keine Namen oder Daten, aber wir können seine Leidenschaft, seine Eifersucht, seinen Ärger, seine Schuld und die Momente der Verzweiflung entdecken. Und über alledem können wir teilhaben an seinen Gedanken über die Zeit, das Altern, den Tod, die Kraft der Zuneigung zum eigenen oder fremden Geschlecht und über den Akt des Schreibens selbst. Hier öffnet sich das Wort „Liebe“ wie ein Fächer und eine unendliche Vielzahl an Farben erscheint, die nicht nur Qualen, sondern auch Liebe und Freude hervorbringen.“ Peter Brook
Natasha Parry und Michael Pennington erwecken durch ihre intensive Erfahrung mit Shakespeare diese wunderbare Poesie auf der Bühne zum Leben. Natasha Parry, Peter Brooks Frau, zählt zu den bekanntesten Shakespeare-Darstellerinnen Englands. Michael Pennington, berühmter britischer Schauspieler und Regisseur, Mitbegründer der English Shakespeare Company, der anstelle von Bruce Myers die Produktion übernommen hat, wurde durch seine Mitwirkung in Star Wars Episode VI: Return of the Jedi einem breitem Publikum bekannt. Musikalisch wird dieser intime Abend, der in einer wunderbaren Konzentration zwischen Theater und Lesung oszilliert, vom ausgezeichneten französischen Komponisten und Pianisten Franck Krawczyk begleitet.
In einem ungarischen Schloss im kriegserschütterten Europa der 1940er Jahre erwartet Henrik, ein General der k.u.k Armee im Ruhestand, die Ankunft Konrads. Es ist die erste Begegnung des Freundespaars seit mehr als vierzig Jahren. Nach einer seltsamen Begebenheit, die sich während eines Jagdausflugs ereignete, verließ Konrad damals über Nacht und ohne eine Nachricht zu hinterlassen seine Heimat und floh in die Tropen. Nun sehen sich die beiden Freunde als alte Männer wieder, um sich ein erstes Mal mit den folgenschweren Geschehnissen aus ihrer Vergangenheit zu konfrontieren. Henrik hofft, in dieser Nacht die Antworten zu erhalten, auf die er seit Jahrzehnten wartet. Sein Freund aber kontert mit Schweigen. Es kommt zu keiner Aussprache. Stattdessen entwickelt sich aus dem nächtlichen Gespräch eine wortreiche Suche Henriks auf die Fragen nach Liebe, Schuld und verratener Freundschaft.