Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen unterschiedlicher Herkunft sowie deren Erinnerungsgegenstände: Sie bringen die Lebenswelten von damals auf persönliche und nachvollziehbare Weise näher.
Sie haben Bombenkrieg, Flucht, Verfolgung und den Verlust von Familienmitgliedern miterlebt. Unter dem NS-Regime sind sie mit der Utopie der „Volksgemeinschaft“ aufgewachsen – als Teil davon oder von ihr ausgegrenzt. Ihre Väter waren oft abwesend: Als Soldaten an der Front und in Gefangenschaft. Sie wurden in der Schule, bei der Hitlerjugend und beim Bund Deutscher Mädel indoktriniert und waren ein willkommenes Motiv für die Propaganda des „Dritten Reichs“. Sie erlebten als Jüdinnen und Juden die menschenunwürdigen Strapazen von Konzentrationslagern und Zwangsarbeit. Viele von ihnen wurden ermordet. Die Kinder der Kriegsgeneration mussten früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Ihre Spielräume waren begrenzt – und doch nutzten sie diese auf ihre Weise.
Die Sonderausstellung richtet sich auch ausdrücklich an Kinder und Jugendliche von heute: Auch wenn die Ereignisse und Verbrechen des Zweiten Weltkriegs bereits drei Generationen zurückliegen, wirken sie doch bis in die Gegenwart nach.