Kritisch beobachtet Achleitner auch die Veränderungen der letzten Jahrzehnte: Verlust des Dialekts (dialegd is a schmoan), Naturausbeutung (iwamoang is schao vafoan da koan) und zunehmende Hektik (drawö schais drawö).
Karl Pumberger-Kasper liest die Dialektgedichte, Wolfgang Marschall bringt dazu passende Berichte aus Innviertler Zeitungen und auch treffende Prosatexte Achleitners, Klaus Ranzenberger steuert seine Geschichten vom „Onkel Franz“ bei. Markus Edtbauer spielt (Klavier, Steirische) und singt unter anderem Achleitner-Gschdanzl. Eine einzigartige Zusammenschau und eine wunderbare Symbiose. Die Gedichte Achleitners werden so besonders beleuchtet und neue Sichtweisen eröffnen sich.
Einführung: Roman Kloibhofer
Eine Premiere ist dieses Programm auch, weil bisher nur Achleitner selbst seine Gedichte vorgetragen hat.
Friedrich Achleitner wurde 1930 als Müllnersohn in Schalchen, Bezirk Braunau, geboren und ist 2019 in Wien verstorben. Während seiner Studienzeit in den 1950er Jahren hat er sich der legendären Wiener Gruppe angeschlossen und gehört mit H. C. Artmann und Gerhard Rühm zu den entscheidenden Begründern der modernen österreichischen Dichtung im Dialekt. Achleitner zählt mit seinen Gedichten zu den bedeutendsten österreichischen Lyrikern des 20. Jahrhunderts.
Ein in mehrfacher Weise außergewöhnlicher Abend erwartet die Besucher.
„Kimsd eh?“, würde Achleitner sagen.
| September 2026 | ||||||||
| Sa. 26. Sept. 2026 20:00 Uhr |
|
zum Kalender hinzufügen | iCal Termin exportieren | Tickets kaufen | ||||