Die ersten Schritte in meinem Beruf tut man, vorausgesetzt man legt in Wien die Aufnahmeprüfung ins Reinhardt-Seminar ab, auf einer wirklichen Bühne. Nämlich im Schönbrunner Schlosstheater. Ein dunkler Zuschauerraum, ein Portal, eine Bühne, ein Vorhang - kurz und gut: ein richtiges Theater! Meine erste Erfahrung mit dem Milieu.
In den folgenden Jahren heißt es dann: zurück auf ein Podium! Das einzige Gemeinsame sind die Bretter. Die für jeden eine individuelle Welt bedeuten. Und im Laufe eines langen Berufslebens ist diese minimalistische Version dann immer wieder der gegebene Ort für Auftritte ("Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen..."). Manchmal bekommt man da Sehnsucht nach dem Geheimnis, dem Schutz, nach der Magie einer Bühne. Und diese Sehnsucht wird immer größer. Ich sage immer, meine Berufsbezeichnung ist nicht Schauspieler, sondern Bühnenmensch.